ein Programm von: beratungsgruppe.at

Aufsuchendes Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit
in bildungs- und sozialbenachteiligten Migrantinnenfamilien


 
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Nachhaltigkeit und Empowerment der Frauen

Zusammenfassend kann festgehalten werden:

Die Methodik des Projektes, das niederschwellige, kultursensible wie bedarfsorientierte Material und die Dauer des Programmdurchlaufs stärken die nachhaltige Wirkung.

Die Mütter lernen viel dazu, ihr Selbstbewusstsein und ihre Lebenskompetenzen wurden bereits gestärkt, und sie wirken in den Familien als Multiplikatorinnen. Das führt zu gesundheitsrelevanten Veränderungen, sowohl auf der Verhaltens- wie auch auf der Verhältnisebene.

Wenn die Teilnehmerinnen damit beginnen, die psycho-soziale Gesundheit der Kinder zu fördern, hat dies an und für sich bereits langfristige und auch nachhaltige Wirkung.

Durch das Empowerment der Frauen wird die Kommunikation in den Familien, mit den Ehemännern und anderen Angehörigen offener und angstfreier. Dadurch werden auch soziale Kontakte außerhalb der Familien gefördert. Die Frauen treffen einander während des Projektes auch zusätzlich zu 'ihren' Mütterrunden für gemeinsame Aktivitäten und laut ihren Aussagen wollen sie diese sozialen Kontakte auch über den Projektzeitraum hinaus pflegen.

Die von den Tutorinnen geleiteten Mütterrunden, aber auch die anderen Treffen der Frauen haben durchaus den Charakter von Selbsthilfegruppen.

Aktion Gesunde Seele stärkt die Frauen und ihr psycho-soziales Wohlbefinden. Dies gilt gleichermaßen für die Teilnehmerinnen wie auch für die Tutorinnen. Ihre Interview-Antworten zeigen das:

  • "Die Frauen haben nur eine Stütze in ihrem Leben – die Religion. Wenn sie sich nicht wohlfühlen, dann beten sie. Durch 'Aktion Gesunde Seele' lernen sie, dass es noch andere Möglichkeiten oder Stützen gibt. Zum Beispiel mit Andern reden, sozial sein, arbeiten gehen, zur Vorsorgeuntersuchung gehen, usw. Und: Der soziale Zusammenhalt in den Gruppen ist schon gestiegen."
  • "Viele Frauen haben jetzt schon gelernt, dass ihre Kinder nicht ihnen gehören, dass jedes Kind eine eigene Persönlichkeit ist und kein Besitz! Sie wissen jetzt, darauf müssen wir aufpassen.
  • "Ich hab für mich selbst viel mitgenommen, zB dass ich mehr tue, um nicht isoliert zu sein. Auch habe ich gelernt, weniger Druck auf meine Kinder zu machen.

  • "Ich habe mich selbst besser kennengelernt, und gesehen, dass ich mir selbst viel Stress mache. Auch was die Kinder angeht. Ich bin jetzt selbstständiger – mein Mann sagt das auch, weil er jetzt zu Hause viel selbst machen muss. Und: Jetzt sage ich nicht mehr 'Ich bin meine Kinder'."

  • "Ich habe gelernt, was mich alles beeinflusst. Ich wollte immer viel zu perfekt sein, zB im Haushalt. Jetzt kann ich zu mir selbst 'Nein' sagen – 'Stopp!'. Wenn ich müde bin, gehe ich schlafen."

  • "Ich habe mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Und bei den Frauen merke ich, dass sich durch meine eigenen Reflexionen diese auch bei ihnen auslösen kann."



 





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last update: 13.08.2012